Das erste Mal auf der Skitour Lötschenlücke

Unberührte Schneehänge, stiebender Pulverschnee – Skitouren, davon gibt es in jeder Saison atemberaubende Bilder auf den Social-Media-Kanälen. Von der Skipiste aus bestaunte ich bereits einige Gruppen, wie sie in Spitzkehren aufstiegen und bei der Abfahrt Spuren in den tiefen Schnee zauberten. Selbst eine Skitour gemacht – dafür hatten meine Skiferien bisher nicht ausgereicht.

Doch, wie und wo fange ich mit Skitouren an? Meine erfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus dem Bergsportteam konnten mir mit Rat und Tat zu Seite stehen, alle meine Fragen beantworten und mir meine Unsicherheit nehmen. Ein tägiger Schnupperkurs, ein tägiger Lawinenausbildungskurs sowie ein paar kleinere Skitouren später, ist es so weit.

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Die eisige Luft weht über mein Gesicht, als ich aus dem Aletschausgang auf dem Jungfraujoch trete. Zugegeben, ich bin angespannt und aufgeregt. Das perfekte Wetter lässt meine Sorgen zum grössten Teil verfliegen. Den Hochtourengurt angelegt und die Ausrüstung gecheckt – schwungvoll, elegant fährt unser Bergführer voran über den frisch verschneiten Gletscher. Mit Abstand folgen die anderen Teilnehmenden. Nun bin ich an der Reihe. Los! Noch etwas vorsichtig mache ich die ersten Schwünge, mit jeder Kurve werden sie flüssiger. Ohne die noch verbliebene Anspannung, wäre jetzt ein Jauchzer über meine Lippen gekommen. Der Gletscher wird zum Konkordiaplatz hin flacher. Ein paar kleine Kurven hier und da, das Panorama läuft wie im Film vorbei.

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Am Konkordiaplatz führt uns die Tour nach Südwesten. Felle montiert, Wasser getrunken, Riegel gegessen – wir befinden uns kurz darauf im Aufstieg über den Grossen Aletschfirn Richtung Lötschenlücke. Angeseilt folge ich der Spur des Bergführers. Rhythmisch schiebe ich die Ski abwechslungsweise nach vorne, während Aebniflueh und Aletschhorn spalierstehen.

Der leichte Anstieg des Geländes lässt mich die Tour so richtig geniessen. Am Ende des Gletschers thront die Hollandiahütte stolz über der Lötschenlücke, die mit jeder Skilänge näher rückt. Geschafft! Der Blick schweift zurück zum Konkordiaplatz, wo wir den Aufstieg vor ein paar Stunden begonnen hatten.

Wenig später sind die Felle verstaut und die Gruppe bereit zur Abfahrt. Der erste Abschnitt des Langgletschers führt in engen Kurven im steil abfallenden Gelände durch das eisige Labyrinth. Mein Respekt gegenüber der Tour ist zurück. Als das Gelände abflacht, kommt der Fahrspass aber schnell zurück. Vorbei an Lärchen führt uns das Lötschental Richtung Blatten. Mit ein paar kräftigen Stockstössen entlang der Langlaufloipe erreichen wir das Dorf. Der Bergführer geht der Gruppe entlang, gratuliert – die Skitour ist zu Ende. Bei einem erfrischenden Getränk im Hotel Breithorn lassen wir die Tour Revue passieren.

Während bereits gemachte Skitourenerfahrungen ausgetauscht werden, träume ich bereits vom nächsten Abenteuer – die Sucht nach unberührten Hängen und stiebendem Pulverschnee hat mich ebenfalls erwischt.

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Dieser Tourenbericht wurde von Stefan Fischer geschrieben. Er arbeitet im Büro der Berg- und Schneesportschule von Outdoor, wo er unsere Gäste beratet und für sie Touren und Kurse organisiert.

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